IHHT & Kognitive Gesundheit

IHHT und Demenz: Was die Forschung zur geistigen Leistung zeigt

Von Uli Gutbrod · · Überarbeitet am · 4 Min. Lesezeit

Wenn das Gedächtnis nachlässt, entstehen schnell Sorgen. IHHT wird auch im Zusammenhang mit geistiger Leistung im Alter untersucht. Ein besseres Ergebnis in einem Test ist jedoch kein Beweis dafür, dass ein Verfahren Demenz verhindert oder eine bestehende Erkrankung aufhält.

Fußballspieler beim Training auf einem Rasenplatz
Fußballspieler beim Training auf einem Rasenplatz

Geistige Leistung und Demenzprävention sind verschiedene Fragen

Kognitive Tests erfassen bestimmte Fähigkeiten zu einem bestimmten Zeitpunkt. Sie können zum Beispiel Orientierung, Aufmerksamkeit oder das Bearbeiten einer Aufgabe betreffen. Bei Demenzprävention müsste zusätzlich untersucht werden, ob über längere Zeit weniger Menschen erkranken.

Daher ist es wichtig, welches Ergebnis eine Studie tatsächlich erhoben hat. Eine kurzfristige Testverbesserung lässt sich nicht in eine Aussage zur langfristigen Vorbeugung übersetzen. Für Betroffene und Angehörige ist diese Unterscheidung entscheidend, wenn sie zusätzliche Angebote vergleichen.

Was Bayer und Kollegen 2017 untersuchten

In einer randomisierten Untersuchung nahmen 34 geriatrische Patienten im Alter von 64 bis 92 Jahren an einem mehrwöchigen multimodalen Programm teil. Eine Gruppe erhielt zusätzlich IHHT, die Vergleichsgruppe atmete Umgebungsluft. Bewertet wurden kognitive Tests und die funktionelle Gehfähigkeit.

In der IHHT-Gruppe verbesserten sich die untersuchten Ergebnisse stärker. Die Studie war jedoch klein, und IHHT wurde mit anderen Maßnahmen kombiniert. Sie untersuchte keine langfristige Demenzhäufigkeit. Ein persönliches Versprechen zur Vorbeugung oder Behandlung einer Demenz ergibt sich daraus nicht.

Der Zusammenhang mit dem gesamten Programm ist wichtig

Bei einem multimodalen Programm wirken mehrere Maßnahmen zusammen. Deshalb müssen Aussagen über IHHT deutlich machen, in welcher Umgebung die Anwendung untersucht wurde. Ein Ergebnis aus einer geriatrischen Einrichtung ist kein unmittelbarer Nachweis für jede einzelne Anwendung außerhalb dieses Programms.

Wenn Sie von einem positiven Ergebnis lesen, fragen Sie nach der Vergleichsgruppe, dem Zeitraum und den tatsächlich untersuchten Menschen. Ebenso gehört dazu, ob Veränderungen nach Ende der Anwendungen weiter beobachtet wurden. Solche Angaben helfen mehr als allgemeine Aussagen über Gehirnregeneration.

Neue Gedächtnisprobleme gehören abgeklärt

Wenn Sie oder Ihre Angehörigen Veränderungen bemerken, sollte die passende medizinische Untersuchung nicht durch zusätzliche Anwendungen aufgeschoben werden. Beschreiben Sie konkrete Situationen: Welche Aufgabe gelingt schlechter? Seit wann fällt das auf? Gibt es Veränderungen bei Orientierung oder Alltagssicherheit?

Eine HRV-Messung stellt keine Demenzdiagnose. Auch eine gute Herzschlagvariabilität schließt eine kognitive Erkrankung nicht aus. Welche Untersuchungen benötigt werden und welche Behandlung sinnvoll ist, wird medizinisch entschieden.

Ein konkretes Alltagsziel macht eine Begleitung überprüfbar

Bei einer ergänzenden Begleitung interessieren mich die Aufgaben, die für Sie wichtig sind. Vielleicht möchten Sie eine gewohnte Aktivität besser bewältigen oder Ihren Tagesablauf verlässlicher gestalten. Diese Anliegen sollten benannt werden, bevor eine Trainingsserie beginnt.

Wenn eine Anwendung erfolgt, wird ihre Verträglichkeit ebenso betrachtet wie eine mögliche Veränderung. Eine bessere Tagesform darf beschrieben werden, ohne daraus eine Änderung des Krankheitsverlaufs abzuleiten. Angehörige können mit Ihrem Einverständnis in das Gespräch einbezogen werden.

Was vor einem Besuch in Überlingen besprochen wird

Nennen Sie bei der Anfrage bitte vorhandene Diagnosen und die Frage, die Ihnen wichtig ist. Wir besprechen, ob zunächst weitere ärztliche Informationen benötigt werden. Besonders bei bekannten Erkrankungen, mehreren Medikamenten oder Kreislaufproblemen wird die Eignung individuell geprüft.

Die Atemlounge bietet keine Zusage, Demenz verhindern oder heilen zu können. Wenn Sie IHHT als mögliche zusätzliche Anwendung kennenlernen möchten, erhalten Sie eine sachliche Einordnung. Erst danach entscheiden wir gemeinsam über einen möglichen nächsten Schritt.

Welche Aussage Angehörigen bei der Entscheidung hilft

Eine Verbesserung in einem kognitiven Test ist kein Nachweis, dass weniger Menschen später eine Demenz entwickeln. Das sollte auch Angehörigen deutlich erklärt werden, bevor ein Zusatzprogramm gebucht wird. Bei neuen Gedächtnisproblemen darf die medizinische Untersuchung nicht warten, weil zunächst eine Trainingsserie ausprobiert wird.

Für eine ergänzende Begleitung können konkrete Alltagserfahrungen wichtig sein: Orientierung bei einer gewohnten Aufgabe, Tagesstruktur und Verträglichkeit der Termine. Sie werden mit Einverständnis der betroffenen Person besprochen. Daraus wird nicht automatisch eine Aussage über den Verlauf einer Demenz abgeleitet.

Dieser Beitrag dient der Information. Persönliche gesundheitliche Fragen und die Eignung für IHHT klären wir vor einer Anwendung; erforderliche medizinische Untersuchungen gehören in ärztliche Hände.

Energie-Check149 €